Friday, November 15, 2019

Der neue Haushalt von Lodsch: Der gute Haushalt? Kommt drauf an


Der neue Haushalt von Lodsch: Der gute Haushalt? Kommt drauf an






Das Neue Zentrum von Lodsch, von Norden gesehen. Im Vordergrund die russisch-orthodoxe Kirche von dem Heiligen Alexander Newski. Die Umgestaltung dieses Stadtteils wird Hanna Zdanowska ganz sicher in die Geschichte der informellen Hauptstadt Zentralpolens eingehen lassen.



Die Bürgermeisterin der Stadt Lodsch (Łódź) Zdanowska präsentierte mit einem Lächeln, aber auch ohne ihre Unzufriedenheit zu verheimlichen, das Budget unserer Stadt für das nächste Geschäftsjahr.




Um es kurz zu fassen: Lodsch wird auf radikale Art und Weise und auf Kosten der noch größeren Verschuldung weiter daran arbeiten, Warschau einzuholen und Posen zu übertreffen


Die Einnahmen belaufen sich auf 4930 Mio. PLN, die Ausgaben auf 5167 Mio. PLN, wovon 1 Mrd. PLN und 96 Mio. PLN auf neue Bauvorhaben sowie Revitalisierung der Altbauten, die Straßenbahn usw. entfallen. Die Stadt wird erneut Kredite und Anleihen in Höhe von 146 Mio. PLN aufnehmen. Die Schulden werden auf 3,6 Mrd. PLN steigen.

Der unzufriedene Präsident von Łódź fügte hinzu, dass das Stadtbudget aufgrund der Befreiung von der Einkommenssteuer (PIT) für Bürger bis zum Alter von 26 Jahren um 140 Mio. PLN sinken werde. Das ist eine Regierungsentscheidung im Zusammenhang mit Wahlversprechen, welche die Regierungspartei an der Macht hielt. Gleichzeitig ist es jedoch eine der Haupteinnahmequellen für die Kommunalverwaltung in unserem Land.

Ihren Angaben nach für die oben genannte Summe können Sie 80 Kilometer Straßen asphaltieren, 350 Kilometer Gehwege ersetzen, 14 Straßenbahnenwagen kaufen usw. Sie nutzte die Gelegenheit, um die Verschuldung der Großstadt auf die Zentralregierung abzuwälzen. Anstatt hier den Meinungsaustausch zu zitieren, der vor diesem Hintergrund mit dem PiS-Obmann im Stadtrat stattgefunden hat ...


Es lohnt sich, sich mit der Lage der Straßenbahnen in Lodsch zu befassen, da in diesem Bereich wichtige Dinge geschehen

Unter den für das nächste Budget geplanten Investitionen nehmen Investitionen in das Straßenbahnnetz von Lodz einen wichtigen Platz ein. Für 127 Mio. PLN werden die Anstrengungen des Stadtes zur Erhöhung der Reisegeschwindigkeit der Straßenbahn (sie wird allmählich zur Schnellstraßenbahn umwandelt) sowie zur Einführung immer komfortablerer und moderner Modelle von Stadtbahnfahrzeugen fortgesetzt.


Der Wiederaufbau der Straßenbahnlinie auf der Straße des Polnischen Heeres (der voraussichtlich 50 Mio. PLN kosten wird) ist ein Beispiel für radikale und für viele Menschen schmerzhafte Veränderungen in Lodsch

Diese historische Straße, in der einst Polen, Deutsche und Juden in Frieden und Freundschaft lebten und die vor 80 Jahren durch Hitlers Luftwaffe bombardiert wurde, wird sich bis zur Unkenntlichkeit verändern. Der vollständige Ersatz von Straßenbahnschienen und zumindest einem erheblichen Teil der Straßenoberfläche wird die Bevölkerung des nordwestlichen Teils der Stadt, jedenfalls für die Zeit der Überholung- und Wiederaufbauarbeiten, von der alten Innenstadt abschneiden. Damit noch nicht abgetan, denn angesichts des Streits um alte Mietshäuser stellt sich die Frage, wann die letzten Mietshäuser in dieser Straße auf wundersame Weise einstürzen werden. Der Gerechtigkeit halber sollte jedoch hinzugefügt werden, dass die Ausgaben für die Renovierung von Mietshäusern den größten Posten (377 Mio. PLN) im Bereich der Investitionsausgaben von Lodsch im nächsten Geschäftsjahr darstellen.


Die Straßenbahnstrecke wurde modernisiert und nun sind die etlichen Mietskasernen an der Reihe.


In der Nähe der neuen Straßenbahnschleife, im neuesten Teil der Straße des Polnischen Heeres (ulica Wojska Polskiego), wo es bereits ein SB-Warenhaus gibt, soll ein neuer Bahnhof gebaut werden. Von dort aus erreichen Sie schnell nicht nur andere Stadtbahnhöfe, sondern auch die komplett umgebauten Bahnhöfe für Fernverkehr: Łódź Fabryczna und Łódź Kaliska.


Schließlich eine gute Nachricht: Lodsch erhält hochmoderne Straßenbahnwagen aus Posen

Die Ausschreibung für die Lieferung von 30 neuen Straßenbahnen wurde abgeschlossen. Es wurde das Vorschlag von Modertrans gewählt, einem stadteigenen Unternehmen der Stadt Poznań, das moderne Niederflurwagen anbietet. Łódź zahlt dafür 269 Mio. PLN. Die Ausschreibung lehnte das billigste Angebot ab, welches durch ein türkisches Unternehmen eingereicht wurde und als sicherer Sieger in dem Wettlauf galt. Die in Posen besonders zu diesem Zweck bestellte Fahrwerkstechnik soll die Fahrt durch die Altstadt erleichtern.

Die Modertrans-Werke begannen mit bescheidenen Anfängen, nämlich mit einfachen Bus- und Straßenbahnreparaturen. Dank der klugen Politik der Stadtverwaltung gab es nach und nach immer mehr Maschinen und hervorragende Fachkräfte bei ihnen. Von der Reparatur bis zur Herstellung von Bauteilen führte ihr Weg. Dann begann die Montage der ersten eigenen Schienenfahrzeuge. Einer der ersten Auslandsaufenthalte haben die Posener in Berlin abgehalten. Die Regierung in Warschau hat Geld gegeben, um die neuesten Technologien zu kaufen und zu entwickeln. Heute erobern die Straßenbahnen der Marke Moderus Polen, und morgen werden vielleicht, wie es mit Solaris-Stadtbussen der Fall ist, (die werden auch in der Nähe von Posen hergestellt) die Hälfte Europas begeistern..



Moderus Gamma LF 01 AC. Artur Andrzej - Eigene Arbeit. Danziger Strzyża. Straßenbahnschleife, Testversion (vom Hersteller nach TRAKO 2017 gemietet) Moderus Gamma Straßenbahn. CCBY-4.0





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